Die Gräfin und die Russische Revolution

Spiel-Doku, 52/45 min, Arte/BR/ORF, 2007

Monika Czernin hat sich dem epochalen Ereignis der Russischen Revolution in ihrer TV-Dokumentation "Die Gräfin und die Russische Revolution" aus der Sicht der österreichisch-ungarischen und deutschen Kriegsgefangenen angenähert.

Den roten Faden durch den Film bilden Spielfilmszenen über die Geschichte der Nora Kinsky, deren Mut, Willensstärke und Durchsetzungskraft beispiellos gewesen war. Sie wurden in Russland und im böhmischen Schloss Chlumetz gedreht, in dem Nora Kinsky aufgewachsen ist. Monika Czernin, eine Großnichte der Heldin, hat nicht nur Regie geführt, sondern auch die Rolle der Nora übernommen. Ihre Romanbiographie "Ich habe zu kurz gelebt. Die Geschichte der Nora Gräfin Kinsky" (List Verlag), bildet eine wichtige Grundlage des Films. Darüber hinaus hat die Autorin auch wichtige Historiker als Gesprächspartner gewinnen können (Karl Schlögel, Hannes Leidinger, Reinhard Nachtigal, Georg Wurzer). Neben Archivfilmmaterial gelang es der Autorin das sogenannte Plenny-Archiv des Heeresgeschichtlichen Museums in Wien - ein wahrer Schatz an unveröffentlichten Fotos, Dokumenten, Zeichnungen aus den Kriegsgefangenenlagern des Ersten Weltkriegs - durch den Film erstmals der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

  • Münchner Merkur, November 2007, 01.11.2007

    Der dokumentarisch aufbereitete Film von Monika Czernin verwebt nun passend zum Jubiläum der Russischen Revolution die Geschichte der adeligen Rotkreuz-Schwester mit der der Kriegsgefangenen. Zwei Wochen war die Regisseurin mit der Filmcrew in Russland, drehte an historischen Stätten und interviewte Historiker, besuchte Archive und fand sogar neues Material über ihre Großtante, Bewerbungsschreiben und Korrespondenz. Eine Woche lang wurde auf dem böhmischen Landgut Chlumetz gedreht, wo Nora Kinsky aufgewachsen ist. Und weil die Ähnlichkeit zwischen Großtante und Nichte so groß ist, ist die Regisseurin, Autorin und Filmemacherin gleich in die Rolle der Nora geschlüpft, zog sich die Schwesterntracht an und stand als Sibirienreisende und Erzählerin vor der Kamera. Archivmaterial und Interviews runden den Film ab.


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